Robert E. Knotts

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A photograph of the new clocktower building on a spring day.
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A portrait photograph of professor Robert E. Knotts.

Robert E. Knotts

Dozent
Nationale Sicherheitsstudien

Robert Knotts kam im Dezember 2019 als Dozent für Nationale Sicherheitsstudien an das College des George C. Marshall Centers für Sicherheitsstudien.

Knotts beendete seine Offizierslaufbahn bei der US-Army 2002, als er nach über 24 Jahren im aktiven Dienst in den Ruhestand ging. Als Offizier der Feldartillerie diente er in leichten, mobilen und luftgestützten Einheiten in den USA einschließlich Alaska und in Korea.

Nach Beendigung seiner militärischen Laufbahn wurde er 2002 stellvertretender Divisionschef der Abteilung für Drogenbekämpfung des U.S. Southern Command in Miami, Florida. 2006 wurde er dort als erster Zivilist Divisionschef für die Abteilungen Bekämpfung von Drogen und illegalem Handel. In dieser Eigenschaft war er für alle Unterstützungsmaßnahmen des Verteidigungsministeriums in diesen Bereichen zuständig, in den USA und in Partnerländern Zentral- und Südamerikas sowie der Karibik.

Er war ausschlaggebend an der Planung und Durchführung von Plan Columbia beteiligt, dem bis dahin umfangreichsten Unterstützungsprogramm für Sicherheitskräfte, das die USA je in der westlichen Hemisphäre bewilligt und umgesetzt hatten. Es ging dabei unter anderem um die Einrichtung von drei kolumbianischen Bataillonen zur Bekämpfung des Drogenhandels und eines Brigade-Hauptquartiers (BRACNA), die Wiederaufnahme des von den USA unterstützen Programms Air Bridge Denial (zur Verhinderung von Drogentransporten mit Flugzeugen) und den Aufbau eines regionalen Hubschrauber-Trainingszentrums in Kolumbien. Für diesen Einsatz erhielt er Auszeichnungen des Heeres und der Luftwaffe Kolumbiens. 2008 war er direkt an der erfolgreichen Freilassung von drei US-Geiseln beteiligt, die kolumbianische Guerillas über fünf Jahre lang gefangen gehalten hatten.

Bei Operation ANVIL, einem Einsatz der USA und der Regierung von Honduras mit dem Ziel, den Strom an Schmuggelware, die mit Privatflugzeugen nach Honduras gebracht wurde, zu unterbinden, war er der führende Koordinator des US-Verteidigungsministeriums. Er war auch an der Aufstellung der Tecun Uman Inter-Agency Task Force, einer behördenübergreifenden Sondereinheit, in Guatemala beteiligt. Nach diesem Muster wurden später auch in anderen zentralamerikanischen Ländern Sondereinheiten gebildet.

2017 wurde Knotts bei der Joint Inter-Agency Task Force South (JIATS-S) in Key West, Florida, Verbindungsmann und Vertreter des Kommandeurs. Dieser speziellen Sondereinheit gelingt es, jedes Jahr über 270 Tonnen geschmuggelter Drogen zu konfiszieren bzw. aus dem Verkehr zu ziehen. Im März 2019 koordinierte er den Transport der größten je beschlagnahmten Menge an Kokain (über 43 Tonnen) von Costa Rica in die USA, wo es als Nachweis für den Erfolg der Arbeit der Drug Enforcement Administration (Strafverfolgungsbehörde für Drogendelikte) diente und letztlich vernichtet wurde.

Zuvor unterrichtete er Geschichte der Kriegskunst an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der U.S. Military Academy, wo er die Auszeichnung „Excellence in Teaching Award“ für exzellenten Unterricht erhielt. Auch an der Florida International University hatte er Militärgeschichte unterrichtet, wobei sein Unterrichtsprogramm bereits nach einem Jahr die Auszeichnung „The Most Improved Program“ für die besondere Aufwertung dieses Themas erhielt.

Knotts Spezialgebiet ist die Bekämpfung von Schmuggel und organisiertem Verbrechen mit Schwerpunkt auf staatlichen und behördenübergreifenden Maßnahmen. Er hat über 45 Länder bereist und spricht Spanisch.

Er erhielt einen Bachelor-Abschluss von der United States Military Academy, West Point, und einen Master der Geisteswissenschaften in Geschichte von der Duke University. Er ist Absolvent des U.S. Army Command and Staff Colleges und des Joint Command and Staff Colleges.

Publications

"Venezuela: A Dying Country," Marshall Center Security Insight, no. 55 (April 2020).

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gcmcpublicaffairs [at] marshallcenter.org
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