Garmisch-Partenkirchen, Germany - Eingeladen sind
Konferenzteilnehmer aus Armenien, Aserbeidschan und Georgien. Diese Konferenz
soll einen Beitrag zur Stabilität in der Region leisten.
Die Probleme sind offensichtlich. Der südliche Kaukasus ist von
Bürgerkriegen, geschlossenen Grenzen und Belastungen durch enorme
Flüchtlingsströme gezeichnet. Bislang gelang es den Regierungen nicht, ein
effizientes Verwaltungswesen aufzubauen und sich gegen mächtige
Interessengruppen durchzusetzen.
Die Region jedoch hat wirtschaftliches Potenzial. Unter dem Kaspischen Meer
wird genau soviel Öl wie unter der Nordsee vermutet, im südlichen Kaukasus und
in Zentralasien riesige Gasvorkommen.
Stabilität und wirtschaftlicher Aufschwung in der Region sind für Europa
wichtig. Insbesondere der kaukasische Korridor, der über die Staaten Georgien,
Armenien und Aserbaidschan die schnellste Verbindung zwischen Südeuropa und
Zentralasien darstellt, ist hier wichtig. Deshalb hilft unter anderem auch die
EU dem südlichen Kaukasus seit langem dabei sein großes Potenzial als
Transitregion für Waren und Energie aus dem Gebiet um das Kaspische Meer und
Zentralasien noch besser auszuschöpfen.
Umfassende humanitäre Hilfs- und Fürsorgeprogramme für die Flüchtlinge in
ehemaligen Kriegsgebieten wurden auf den Weg gebracht. Es wird jedoch keine
dauerhafte Stabilität für geben, wenn die Probleme in Krisenherden wie zum
Beispiel die Spannungen in Berg-Karabach oder Abchasien nicht endgültig gelöst
werden. Diese Konflikte könne nur beigelegt werden, wenn die betroffenen Staaten
selbst in der Lage sind die Probleme anzugehen. Der Schlüssel für die
Stabilisierung der kaukasischen Staaten liegt deshalb darin, dass ihre
Regierungen die eigene Glaubwürdigkeit verbessern und mittels verstärkter
regionaler Kooperation den wirtschaftlichen Fortschritt ermöglichen.
Aus diesem Grund versucht das George C. Marshall Center, Europäisches Institut
für Sicherheitsstudien in Garmisch Partenkirchen den Aufbau eines
funktionierenden Staatswesens zu fördern. Wichtig ist es, eine schnelle und
effiziente Umsetzung der Vorschriften zu garantieren, Verwaltungsreformen
anzustrengen und vor allem die Entwicklung von demokratischen
Kontrollmechanismen einschließlich einer starken und unparteiischen Justiz zu fördern.
Die Medien sind dazu eingeladen, über die Konferenz zu berichten. Nach der
Veranstaltung am Mittwoch wird Ihnen die amerikanische Botschafterin am Marshall
Center, Frau Mary Ann Peters, ihre Fragen zum Thema beantworten.
Die Konferenz beginnt am Dienstag den 04 Mai um 9:00 Uhr. Medienvertreter
sollten sich spätestens bis um 08.45 Uhr einfinden. Mehr Informationen und
Zugang zur Kaserne erhalten Sie bei Hauptfeldwebel Michael Meyer, Tel.:
08821-750-795, Mobil: 0170-560-6956 oder Email: meyerm@marshallcenter.org.
Das Marshall Center ist eine bekannte Bildungsstätte des amerikanischen und
deutschen Verteidigungsministeriums. Mehr als 11 000 Teilnehmer haben mehr als
183 Konferenzen über europäische und zentralasiatische Sicherheitsthemen
besucht, seit das Center 1993 zu diesen Zwecken eröffnet wurde.