Die Marshall Center Papers sollen das Erbe von General George C. Marshall,
Namensgeber für das Center, weitertragen. Die Verbreitung wissenschaftlicher
Monographien in seinem Namen hilft dem Bestreben, sein Ideal eines
demokratischen, freien, ungeteilten und in Frieden existierenden Europas und
Eurasiens im 21. Jahrhundert zu verwirklichen.
Die für diese Serie ausgewählten Papers sollen signifikante Themen der
Sicherheits- und Verteidigungspolitik benennen, diskutieren und auf sie
einwirken. Der Zweck der Marshall Center Papers ist, dass vergleichende und
interdisziplinäre Themenbereiche die Aspekte der internationalen Sicherheit und
des Verteidigungsmanagements unter demokratischen Bedingungen,
zivil-militärische Beziehungen, Strategieentwicklung, Verteidigungsplanung,
Waffenkontrolle, Friedenserhaltung, Krisenmanagement und gemeinschaftliche
Sicherheit miteinbeziehen. Die Marshall Center Papers werden von Dozenten,
Mitarbeitern und Absolventen des Marshall Center sowie von Gastautoren geschrieben.
Are armies the dinosaurs of the 21st Century, soon to become extinct in the new security environment? What is the function of an army? Is security and defense the same thing? What must armies be able to do? And, equally important, what should they not do? Will armies remain armies? Will they be replaced by other kinds of armed security forces, such as police forces? Should only military forces perform some tasks? What military and security forces are the most useful, given the novel range of threats that we face? This paper offers an analytical framework for examining these questions. The principal focus is to reexamine the roles and missions of military and security forces in the Europe- Eurasia strategic region, with particular emphasis on how new and emerging requirements challenge legacy concepts and organizations.
This paper examines the historical and political roots behind the transformation in Russian foreign policy in the wake of the terrorist acts of 9/11. Although the war in Iraq tempered Russia’s initial, unequivocal support for the US, current Russian foreign policy is vastly different from her policy in the previous decade. Using the opportunity and rhetoric of the war on terrorism, Russia has made a normative choice in favor of Westernization and a strategic partnership with the United States and Europe.
Am 11. September 2001 flogen Terroristen der Al-Kaida mit zwei Verkehrsflugzeugen in das World Trade Center und mit einem weiteren in das Pentagon. Ein viertes Flugzeug stürzte über Pennsylvania ab. Nahezu 3000 unschuldige Menschen starben bei diesen Attacken. Dieses Marshall Center Paper untersucht die rechtliche Grundlage für die amerikanische Reaktion auf den 11. September gegen Al-Kaida und die Taliban. Obwohl die Vereinigten Staaten schon in der Vergangenheit gegen den Terrorismus vorgegangen sind, könnte das schiere Ausmaß der Operation Enduring Freedom eine große Veränderung der Strategie gegen den Terrorismus bedeuten. Dieses Paper untersucht die normative Grenze bei der Terrorismusbekämpfung. Unter welchen Umständen darf ein betroffenes Land mit Gewalt auf einen Terrorakt reagieren? Gegen wen? Wann? Und mit welchen Mitteln?
Marshall Center Paper Nr. 4 bietet uns zwei Perspektiven, wie die demokratische Gemeinschaft das Chaos in einer globalisierten Welt verhindern kann. Peter van Ham sagt, dass die Vereinigten Staaten Europa ernst nehmen und ihre "weichen" Kräfte stärker einsetzen müssen, während Europa sich weltweit für die Sicherheit engagieren sollte. Richard Kugler behauptet, dass die NATO als eine Allianz der Gleichgestellten handeln muss, um dadurch neue Machtstrukturen zu schaffen, die den aufkommenden Bedrohungen einer immer gefährlicheren Welt begegnen können.
Marshall Center Paper Nr. 3 konfrontiert uns mit zwei Meinungen zum Thema Sicherheit durch Zusammenarbeit. Richard Cohen präsentiert ein fesselndes und höchst innovatives Modell. Michael Mihalka stellt seine Analyse auf eine breitere Basis und forscht ihrer Geschichte nach. Diese kontrastierenden Essays untersuchen die Aussichten auf eine neue Ära der internationalen Beziehungen, die durch Vertrauen statt Abschreckung, Kooperation statt Konfrontation, gegenseitigen Nutzen statt einseitigem Vorteil geprägt ist.
Dieses Marshall Center Paper zeigt uns den wegweisenden Standpunkt eines Mitglieds des russischen Parlaments über den Einfluss des NATO-Angriffs auf Serbien 1999 auf die internationalen Beziehungen und auf Russlands aktuelle Sicherheitslage. Dr. Arbatov argumentiert, dass der Kosovo und Tschetschenien Moskau zur Überarbeitung von grundlegenden Sicherheitspositionen bewegten. Mit Blick auf die knappen russischen Ressourcen spielt Arbatov verschiedene mögliche Machtstrukturen der Zukunft durch.
Auf dem EU-Gipfel in Helsinki im Dezember 1999 machten die Staatsmänner Europas einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer neuen gemeinsamen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die der EU durch eine schlagkräftige Armee mehr internationales Gewicht verleihen soll. Dieses Marshall Center Paper analysiert die Prozesse, die Helsinki möglich machten, und untersucht, warum und wie dieser neue europäische Verteidigungskonsens zustande kam. Es fühlt der sich anbahnenden neuen Verteidigungspolitik auf den Zahn und zeigt auf, welche bedeutenden Kontroversen und Herausforderungen noch bevorstehen.