Oberst Peter Schneider Dozent für Sicherheitspolitik Institut für Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Oberst Peter Schneider, Berufsoffizier in der Schweizer Armee, ist seit dem 1. April 2004 Dozent für Sicherheitspolitik am Institut für Sicherheits- und Verteidigungspolitik des George C. Marshall Centers, Europäisches Institut für Sicherheitspolitische Studien.
Oberst Schneiders Fachgebiete sind die zivil-militärische Zusammenarbeit und europäische Sicherheitspolitik aus der Sicht eines kleinen, neutralen Staates. Außerdem hat er viel Erfahrung bei der Planung und Durchführung von Ausbildungssequenzen und Übungen auf operativer Ebene. Von 1998 bis 2006 war er stellvertretender Übungsleiter und konzipierte eine Reihe multinationaler computergestützter Übungen für Friedensoperationen der schwedischen Streitkräfte.
Vor seiner Arbeit am Marshall Center war Oberst Schneider von 2001 bis 2004 Projektleiter im Planungsstab der Schweizer Armee. Er war für mehrere langfristige Planungsprojekte verantwortlich, darunter Army After Next und Swiss Armed Forces XXI. Im Rahmen dieser Projekte war er verantwortlich für die Konzeption der Gesamtstruktur der Schweizer Armee, der künftigen Planungsabteilung, des Führungsstabs sowie der Funktion des Chefs Heer.
Von 1993 bis 2000 war er stellvertretender Stabschef für operative Schulung und verantwortlich für die Ausbildung des Führungsstabs der Schweizer Armee. In dieser Zeit war er auch Stabschef einer Territorialdivision (1996-1998) und Kommandant eines Logistikregiments (1992-1995). Von 1992 bis 1993 war er der erste Kommandant der Schweizerischen Sanitätseinheit während der Stationierung und der ersten Phase der UNO-Friedensmission in Westsahara (MINURSO). Von 1991 bis 1992 war er Dozent und Seminarleiter an der Schweizer Generalstabsschule.
Bei seinen ersten militärischen Verwendungen, bevor er Berufssoldat wurde, kommandierte Oberst Schneider von 1976 bis 1980 eine Infanteriekompanie und von 1984 bis 1986 ein Infanteriebataillon.
Vor seiner Laufbahn als Berufsoffizier war er von 1988 bis 1990 Geschäftsführer von Beringer Hydraulics in Zug in der Schweiz. Von 1973 bis 1988 war er Vizedirektor und Abteilungsleiter bei Sulzer Brothers Ltd. in Winterthur, Schweiz. Außerdem war er in diesem Zeitraum, von 1978 bis 1980, Leiter der Abteilung Schiffsdieselmotoren bei Sulzer Brothers Ltd. Japan in Kobe, Japan. Von 1972 bis 1973 war er Surveyor für Lloyd’s Register of Shipping in London.
1986 nahm Oberst Schneider an einer postgradualen Ausbildung für Führungskräfte an der Universität St. Gallen teil. Außerdem besuchte er 1994 das NATO Defense College in Rom und 2000 die 140. Session Régionale de l’Institut des Hautes Etudes de Défense Nationale (IHEDN) in Nancy, Frankreich. 1971 machte er seinen Masterabschluss in Maschineningenieurwissenschaften an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.