Dr. Robert B. Brannon Direktor des Forums für Sicherheits- und Verteidigungspolitik und Dozent für Nationale Sicherheitsstudien Institut für Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Dr. Brannon ist Dozent am Institut für Sicherheits- und Verteidigungspolitik des George C. Marshall Center, Europäisches Institut für Sicherheitspolitische Studien, wo er als Direktor des Forums für Sicherheits- und Verteidigungspolitik, dem größten und umfangreichsten Lehrgang des Instituts vor Ort, fungiert. Zuvor war er Leiter des Lehrstuhls für maritime Operationen am National War College der Nationalen Verteidigungsuniversität in Washington D.C., wo er vier Jahre lang Mitglied der Fakultät war.
Dr. Brannon schied nach langjähriger Dienstzeit auf See, mit verschiedenen Führungsverwendungen, als Kapitän zur See der US-Marine aus dem Dienst aus.
Unter anderem war er als stellvertretender Navigationsoffizier auf dem Flugzeugträger USS MIDWAY (CV41) sowie im Fliegerischen Dienst vier verschiedenen Seeraumüberwachungsgeschwadern eingesetzt. Einen der Höhepunkte in seiner beruflichen Laufbahn stellte die Führung des Geschwaders VP-45 in Keflavik/Island dar.
1993 orientierte sich Dr. Brannon verstärkt in Richtung seines Unterfachgebiets russische und europäische Angelegenheiten im Bereich politisch-militärische Angelegenheiten. Er diente drei Jahre lang im Hauptquartier der NATO in Brüssel/Belgien, wo er an der Ausarbeitung und der Umsetzung der ersten Rahmendokumente für die Partnerschaft für den Frieden beteiligt war. Vor seiner Verwendung in Russland wurde er 1998 einer der ersten Offiziere mit Auslandsfachverwendung der Marine. Im Juni 2001, nach fast dreijähriger Tätigkeit an der amerikanischen Botschaft in Moskau, wurde er im Zuge diplomatischer Reziprozität des Landes verwiesen. Während seines Aufenthalts in Russland erlebte Dr. Brannon die Wirtschaftskrise im August 1998, die bewaffneten Ausschreitungen vor der amerikanischen Botschaft zum Protest gegen das militärische Eingreifen der NATO im Kosovo-Konflikt 1999 und das U-Boot-Unglück der Kursk am 12. August 2000.
Im Rahmen seiner akademischen Laufbahn war Dr. Brannon von 2001 bis 2002 zu Forschungszwecken im Bereich nationale Sicherheit an der Kennedy School of Government der Harvard University. Des Weiteren betrieb er Forschungsarbeit zum Thema internationale Angelegenheiten im Auftrag des MIT, der Technischen Hochschule Massachusetts, im Rahmen des Programms “Washington D.C. Class 2004“. Dr. Brannon hat einen Doktor (Ph.D.) in Weltpolitik und Russischen Studien sowie einen M.A. in Internationalen Angelegenheiten von der Katholischen Universität von Amerika in Washington D.C. Zu seinen Veröffentlichungen zählen ein Buchkapitel über die gegenwärtige Politik in Zentralasien und ein neues Buch über zivil-militärische Beziehungen in Russland (1996-2001), das kurz vor der Veröffentlichung steht, mit dem Titel Who Was Calling the Shots? (Wer hatte das Sagen?) Ein langfristiges Projekt von Dr. Brannon besteht darin, die tatsächlichen politisch-militärischen Gegebenheiten des Untergangs des russischen U-Bootes Kursk im August 2000 niederzuschreiben. Die Veröffentlichung des Werkes wird im Jahr 2010 zum zehnten Jahrestag des Unglücks erwartet.
"Hollow Swords: Russia's Military Today - Implications for the U.S. and Europe," Arms Control, Disarmament,
and International Security, Winter Quarter, January, 2009.
“Civil-Military Relations in Russia” a paper presented at the International Studies Association (ISA) annual convention in Honolulu,
March 2005, 35 pages, reviewed by Dr. George MacLean, University of Manitoba, and Dr. William Hazleton, University of Ohio.
Who Was Calling the Shots? Civil-Military Relations in Russia from Yeltsin to Putin, publication pending, edited by
David M. Glantz, Journal of Slavic Military Studies, January 2008, 400 pages.
“Regional Security Cooperation and Foreign Policies in Central Asia: A 21st Century “Great Game”? Chapter 20 of the book,
In the Tracks of Tamerlane: Central Asia’s Path to the 21st Century, edited by Dr. Daniel L. Burghart and Dr. Theresa Sabonis-Helf
(Washington, DC, Center for Technology and National Security Policy, National Defense University Press, 2004, pp 425-445).
“U.S. – Russian Relations: Cooperation in the Global War on Terrorism,” extended thesis and monograph, (Harvard University,
John F. Kennedy School of Government, National Security Program, Cambridge, MA, May 2002, 105 pages).
“War in Three Cultures,” a paper on the subject of just war tradition as it is understood and applied in Christian, Judaic, and
Islamic cultures, a monograph for Harvard University, John F. Kennedy School of Government, National Security Program, Cambridge,
MA, November 2001, 30 pages.
Published book reviews include three on the Russian submarine Kursk disaster: Peter Truscott’s Russia’s Lost Pride, Robert
Moore’s A Time to Die: The Untold Story of the Kursk Tragedy, and Ramsey Flynn’s Cry From the Deep, for the US Naval Institute
Proceedings (2003-2005); and two, Peter Temes’ The Just War: An American Reflection on the Morality of War in Our Time; and Michael
Abrashoff’s Get Your Ship Together: How Great Leaders Inspire Ownership from the Keel Up, for the Marine Corps Gazette
(2004-2005).