Dr. Olaf Theiler, Marshall-Center-Absolvent des Monats September 2008
Das Marshall Center hat Dr. Olaf Theiler zum Marshall-Center-Absolventen des Monats September 2008 ernannt.
Dr. Olaf Theiler ist Historiker und Politologe und arbeitet für die Bundeswehr. 1994 erwarb er von der Humboldt-Universität zu Berlin den Magister in Geschichtswissenschaften, bevor er 2003 an der Freien Universität Berlin zum Thema Nato-Reformprozess promovierte. An der Freien Universität forschte er von 1995 bis 1997 auch an einem Projekt zum Thema institutioneller Wandel.
An der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation war er von 1998 bis 2003 Dozent für Sicherheitspolitik, später, von 2003-2007, arbeitete er als Fachbereichsleiter Information im Wissenschaftlichen Stab. Sein Forschungsschwerpunkt liegt insbesondere auf den Gebieten der US-Außenpolitik, den transatlantischen Beziehungen, der NATO-Politik sowie der Europäischen Sicherheitspolitik.
Zu diesem Thema veröffentlichte er diverse Artikel und Analysen, darunter das Marshall Center Occasional Paper Nr. 17 vom Februar 2008. Im Sommer 2005 nahm er am Forum für Sicherheits- und Verteidigungspolitik für Führungskräfte teil.
Seit Juni 2007 arbeitete er im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung als Nationaler Experte in der Operationsabteilung der NATO im Internationalen Stab des NATO-Hauptquartiers in Brüssel, Belgien.
In der Rückschau auf seine Erfahrung am Marshall Center, betonte Dr. Theiler, dass, “ich mir erheblich mehr Wissen und mehr Verständnis für regionale Kulturen und Denkweisen aneignen konnte, einerseits durch den Kontakt und den offenen und ehrlichen Meinungsaustausch mit Kollegen aus Osteuropa, dem Kaukasus und den zentralasiatischen Ländern (mit denen ich normalerweise nie in Berührung gekommen wäre) und andererseits durch die Vertiefung der internationalen sicherheitspolitischen Erfahrungen durch die Studienfahrten und die Gespräche mit Experten unterschiedlichster nationaler und internationaler Provenienz.
“Das Marshall Center leistet meines Erachtens einen Beitrag von unschätzbarem Wert für die transatlantischen und innereuropäischen Beziehungen und fördert nicht nur das Wissen und die Verständigung, sondern hilft auch beim Aufbau der sehr wichtigen persönlichen Kontakte und der Vernetzung,” erklärte er. “Dies ist nicht nur gut für die eigene Karriere sondern auch für die Entwicklung eines ungeteilten und freien Europas, ganz im Sinne der Gründungsväter der NATO und der EU.”
Im März 2007 rief das Alumnibüro des Marshall Centers eine Initiative zur Wahl und Auszeichnung eines „Alumnus des Monats” ins Leben. Ziel dieser Initiative ist es, Alumni des Marshall Center vorzustellen, die eine aktive Rolle bei der Förderung der Ideale des Marshall Center zur Schaffung eines stabileren Sicherheitsumfelds spielen. Unter anderem gehören dazu: die Weiterentwicklung demokratischer Institutionen und Beziehungen, die Förderung einer aktiven friedlichen Sicherheitszusammenarbeit und den Ausbau dauerhafter Partnerschaften zwischen den Ländern Nordamerikas, Europas und Eurasiens und darüber hinaus.