Outreach-Aktivitäten sind integraler Bestandteil des Auftrags des Marshall Centers zur Schaffung eines stabileren Sicherheitsumfelds der Staaten Europas, Eurasiens, Amerikas und darüber hinaus. Mit Hilfe der Abteilung für Outreach (OPD) weitet das Marshall Center seine Programme zu kritischen Sicherheits- und Verteidigungsfragen auf eine größtmögliche Anzahl von Teilnehmern in Partnerstaaten aus, die nicht in der Lage sind, an den festen Kursen in Garmisch teilzunehmen. Zusätzlich können Outreach-Veranstaltungen speziell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Interessengruppe zugeschnitten werden.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Sicherheits- und Verteidigungspolitik befasst sich OPD mit der Planung, Entwicklung und Durchführung von mehr als 100 Outreach-Aktivitäten pro Jahr. Dabei wechseln die Themen zwar je nach den Herausforderungen, mit denen die jeweilige Teilnehmerschaft konfrontiert ist, der Schwerpunkt liegt jedoch stets auf den Bereichen Reform des Sicherheitssektors und Aufbau von Kapazitäten. Die Veranstaltungen sollen dem jeweiligen Staat oder der Institution bei der Umsetzung von Fachwissen und Ressourcen in den Aufbau von Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich helfen, wie etwa der demokratischen Aufsicht über Verteidigungsprogramme. Zudem fördern sie die internationale Diskussion zum Aufbau einer gemeinsamen Vision im Hinblick auf die kooperativen Bemühungen zur Förderung von Sicherheit und Stabilität im Aufgabenbereich des Marshall Centers.
Das Marshall Center bietet ein breites Spektrum von Outreach-Programmen an, von einwöchigen Intensivkursen zur Vermittlung spezifischer Informationen und Fähigkeiten bis zu eintägigen Veranstaltungen zur Vorstellung fundierter Perspektiven zu aktuellen Themen.
Konferenzen und Workshops: Diese Veranstaltungen dauern üblicherweise drei bis vier Wochentage und dienen dem gezielten Austausch von Informationen und Perspektiven unter Experten und politischen Entscheidungsträgern. Sie schließen ab mit einem zusammenfassenden Bericht und konkreten politischen Empfehlungen. Konferenzen und Workshops können national oder auch im multinationalen, regionalen Format durchgeführt werden, entweder in Deutschland oder vor Ort in einem der teilnehmenden Staaten.
Seminare durch regionale Ausbildungsteams (Regional Education Team Seminars): Teams mit Dozenten des Marshall Centers führen routinemäßig weltweit regionale Ausbildungsseminare (RETS) durch, bei denen die Expertise des Marshall Centers in maßgeschneiderter, komprimierter Form direkt vor Ort in Partnerstaaten vermittelt wird. Die RETS-Seminare dauern normalerweise fünf Tage und bieten eine detaillierte, interaktive Ausbildung für einen Teilnehmerkreis von jeweils 20 bis 50 Regierungsvertretern zu speziell angefragten Themen. Zum derzeit erhältlichen Kursangebot gehören die Themen Terrorismus, Stabilität, Sicherheit, Transformation, Wiederaufbau, NATO, euro-atlantische Sicherheit und Aufbau von Verteidigungsinstitutionen.
Tutorien: Die Tutorien werden vor Ort am Marshall Center durchgeführt und bieten mehrtägige, gezielte Weiterbildung für hochrangige Staatsvertreter, insbesondere solche, die gerade ein neues Amt angetreten haben. In der jüngeren Vergangenheit sind Kurse für Verteidigungsminister, Generalinspekteure und Parlamentarier durchgeführt worden.
Gastredner-Pool: Als Fachexperten sind die Dozenten des Marshall Centers bei militärischen und zivilen Institutionen und Veranstaltungen für Absolventen des Marshall Centers in Partnerstaaten als Gastredner sehr gefragt. Die Dozenten des Marshall Centers sind in der Lage, fundierte Kommentare und Analysen zu einem breiten Feld aktueller Sicherheitsfragen zu liefern, wie etwa zum Thema regionale Sicherheit, Friedens- und Stabilitätseinsätze, Grenzsicherheit, Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Korruption, Nachrichtenbeschaffung, Völkerrecht und Verteidigungstransformation. Vorträge sind möglich in englischer, deutscher, russischer und mehreren weiteren regionalen Sprachen.
Beratertätigkeit: Regionale und Fachexperten des Marshall Centers, sowohl Dozenten als auch Mitarbeiter, bieten Analysen und Feedback zu spezifischen von Regierungen durchgeführten Projekten oder Reforminitiativen. Die Beratertätigkeit umfasst die Auswertung strategischer Dokumente wie etwa nationale Sicherheits- und Militärstrategien und die Überprüfung von Plänen zur Modernisierung der militärischen Weiterbildung.
Alumni-Veranstaltungen: Das Marshall Center pflegt den Kontakt mit seinen Absolventen und bietet Unterstützung für von Absolventen durchgeführte Veranstaltungen, wie etwa runde Tische zum Thema Sicherheitskooperation, in deren Rahmen Sicherheitsexperten in ihren jeweiligen Ländern in ministerienübergreifenden Foren zentrale Sicherheitsfragen diskutieren können.




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