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Das Seminar für Höhere Führungskräfte

CISS-SES-2

Das Seminar für Höhere Führungskräfte (SES) ist ein Forum, das den Teilnehmern die Möglichkeit bietet, sich intensiv mit Fragen der internationalen Sicherheit auseinanderzusetzen. Das Teilnehmerspektrum umfasst ranghohe Regierungsvertreter, Generale/Admirale, hochrangige Diplomaten, Botschafter, Minister und Parlamentarier. Der Lehrgang besteht aus Vorträgen von hochrangigen Regierungsvertretern und anerkannten Experten, gefolgt von Diskussionsrunden in Kleingruppen.

 Die 2010 angebotenen Lehrgänge konzentrieren sich auf das weite Themenfeld des Drogenhandels und des Terrorismus und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Sicherheit in Europa und außerhalb der Grenzen Europas. Betrachtet man diese Probleme als verschiedene Aspekte des allgemeinen Themas der internationalen Sicherheit, so lassen sich die komplexen Zusammenhänge im Bereich internationale und vernetzte Sicherheit leichter verstehen.

 Es ist den Teilnehmern freigestellt, ob sie nur einen oder beide Lehrgänge zu diesem Themenbereich besuchen möchten. Jedoch werden diejenigen, die beide Lehrgänge besuchen, am Ende den größtmöglichen Nutzen aus den umfangreichen Diskussionen zu diesen zwei zentralen internationalen Sicherheitsherausforderungen ziehen können. Des Weiteren werden sie als Kollegen ein Verständnis dafür entwickeln, was es bedeutet gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um in Zukunft die Bemühungen im Bereich internationale Sicherheit zu stärken. Sowohl beim Winter- als auch beim Herbstlehrgang wird die Verbindung zwischen Drogenhandel, Terrorismus und Sicherheit im Vordergrund der Diskussion stehen.

Das Seminar für Höhere Führungskräfte 2010

SES 10-1:  Bekämpfung des Drogenhandels: Herausforderungen und Chancen: 20.-29. Jan.

Im Winterlehrgang werden wir einen spezifischen Aspekt der berüchtigten „Unheiligen Dreieinigkeit“ bestehend aus Terrorismus, organisiertem Verbrechen und Korruption genauer untersuchen. Namentlich beschäftigt sich der SES 10-1 mit den Auswirkungen des Drogenhandels auf die globale und regionale Sicherheit. Der Lehrgang beginnt mit einem umfassenden Überblick über die gegenwärtig weltweit existierenden Drogenschmuggelrouten und analysiert einige der wesentlichen Entwicklungen, die mit diesem Problem verbunden sind. Dazu gehören unter anderem die Beziehung zwischen kriminellen Netzwerken, organisiertem Verbrechen und Terrorgruppen, die Intensität des Austausches nachrichtendienstlicher Informationen zwischen verschiedenen Ländern und Behörden sowie die Rolle der Strafverfolgung, des Gerichtswesens, des Grenzmanagements und der Geldwäsche in diesem gesamten Prozess.

In der heutigen globalisierten Welt haben Programme zur Drogenbekämpfung auch immer komplexe wechselseitige Abhängigkeiten innerhalb der Staatengemeinschaft zur Folge, die sich auf einer Reihe von Ebenen auswirken. Daher werden wir auch verschiedene regionale Ansätze diskutieren, die im Kampf gegen dieses Problem verfolgt wurden. In diesem Zusammenhang schauen wir uns die Situation in Afrika, Afghanistan, Zentralasien und Europa genauer an. Abschließend gehen wir auf die Aspekte des Drogenhandels ein, welche die größten Sicherheitsherausforderungen darstellen, versuchen festzustellen, welche Strategien und Maßnahmen Erfolg zeigen und legen die Voraussetzungen für ein möglichst erfolgreiches Vorgehen fest.

 

SES 10-9:  Verstärkung der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus: 8.-15. Sept. 2010

Neun Jahre nach den Anschlägen des 11. September und sieben Jahre nach der Invasion des Irak ist die Staatengemeinschaft heute an einem Punkt angekommen, wo sie nun die Möglichkeit hat ihre grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten darüber, wie man den Kampf gegen den Terrorismus führen sollte, zu überwinden und ihre Maßnahmen für eine effektive Bekämpfung dieser globalen Bedrohung besser abzustimmen. Mit dem Regierungsantritt Obamas und der Erfahrung der Europäer im Kampf gegen den sogenannten hausgemachten Terrorismus – wozu unter anderem die Bombenanschläge von London und Madrid zählen – hat eine neue Zeit begonnen, eine Zeit des verstärkten Pragmatismus, des Umdenkens hinsichtlich der verfügbaren Mittel und Instrumente und allgemein eine Zeit der gedanklichen Annäherung auf beiden Seiten des Atlantiks.

Nun ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen und nach Möglichkeiten zur verstärkten Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus zu suchen, wissend, dass internationale Zusammenarbeit hierbei ganz entscheidend ist. Für ein derartiges Vorhaben ist das Marshall Center geradezu ideal.

Die Teilnehmer betrachten und besprechen zunächst die wichtigsten Terrorismusbekämpfungsstrategien und -instrumente, die in den letzten Jahren von den USA, der EU (u.a. speziell von einigen Mitgliedsstaaten) und von anderen globalen Partnern entwickelt wurden. Dabei besteht der Schwerpunkt darin, selbstkritisch mit den Erfahrungen, die man in der Vergangenheit gemacht hat, umzugehen. Dem schließt sich eine Diskussion über Themen an, zu denen es bisher noch keine einheitliche Meinung gibt, wie beispielsweise die Hauptursachen, die Rolle des Völkerrechts und internationaler Organisationen und das Abwägen zwischen strafrechtlichem und militärischem Vorgehen. Wesentliches Ziel ist es, auf pragmatische Art und Weise festzustellen, in welchen Punkten man sich uneinig ist und wo Gemeinsamkeiten bestehen. In der letzten Sitzung, die sich mit den möglichen Maßnahmen beschäftigt, versuchen die Teilnehmer Lösungsansätze für eine bessere und verstärkte praktische Zusammenarbeit in der Zukunft zu erarbeiten.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 27. Oktober 2009 um 16:42 Uhr