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Forum – Terrorismus und Sicherheit

PTSS seminarDas Forum - Terrorismus und Sicherheit (PTSS) befasst sich mit den vielen Gesichtern einer Bedrohung, mit denen die Staaten der Welt konfrontiert sind. Der fünfwöchige Lehrgang richtet sich an Beamte und Angestellte im Staatsdienst sowie Militärangehörige und Mitarbeiter der Polizei, die weltweit auf mittlerer oder gehobener Ebene im
Bereich Terrorismusbekämpfung tätig sind.

Im Mittelpunkt des Lehrgangs steht die Frage, wie die staatliche Terrorismusbekämpfung wirksam gestaltet werden kann, ohne dass dies zu Lasten der Grundwerte in einer demokratischen Gesellschaft geht. Er vermittelt den Teilnehmern einen Überblick über die Art und das Ausmaß der heutigen Bedrohung, gibt Gelegenheit zur Erarbeitung einer gemeinsamen Definition von Terrorismus und zum Kontakt von Kollegen aus demselben Arbeitsbereich. Gegenseitiges Verständnis, ein ähnlicher Wissensstand und die Vernetzung zwischen den Teilnehmern schaffen eine ‚geistige Interoperabilität', die es den nationalen Sicherheitskräften ermöglicht, auf internationaler Ebene besser zusammenzuarbeiten, um den grenzüberschreitenden Terrorismus zu bekämpfen.

Nach einem einleitenden Teil gliedert sich der Lehrgang in fünf Bausteine: den Überblick über die Geschichte und die theoretischen Grundlagen des Terrorismus; die Schwachstellen terroristischer Gruppierungen; die Rolle der Justiz; die Finanzierung des Terrorismus sowie die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich. Immer wieder werden folgende Grundthemen in den Bausteinen erörtert:

  • Führung und Ethik: Bildung und Disziplin von Führungskräften als Antwort auf die moralischen Herausforderungen des Terrorismus und zur Beschleunigung seines Niedergangs.

  • Globalisierung: Die zwei Seiten der Globalisierung - einerseits ihr Beitrag zum Terrorismus durch Förderung schneller, intensiver Kontakte zwischen Terroristen und illegalen Akteuren, andererseits ihr Anteil an der Problemlösung durch engere Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure und Netzwerke im Kampf gegen terroristische Gruppierungen.

  • Dem Terrorismus die ideologische Unterstützung entziehen: Die prinzipiengeleitete, geistigphilosophische Zusammenarbeit zwischen den Staaten der Welt im Geiste der Gerechtigkeit, Mäßigung und Toleranz mit dem Ziel, enttäuschte Bevölkerungsteile von der Ideologie des Hasses, der Zerstörung und des Tötens abzubringen.

  • Massenvernichtungswaffen: Bei dieser von den Terroristen ausgehenden tödlichsten aller Bedrohungen stellt sich weniger die Frage nach dem "Ob" als vielmehr die nach dem „Wann" und dem „Wo".

Konkurrenz zwischen unterschiedlichen Analysesystemen: Terrorismus und Terrorismusabwehr u. a. aus der Perspektive des einzelstaatlichen Rechts und des Völkerrechts, der Moral und der Ethik, der Rolle nichtsstaatlicher Akteure, dem nationalen Interesse und den
realpolitischen Interessen des Staates.

Während des Lehrgangs kommen prominente Vertreter aus dem militärischen und zivilen Bereich sowie international renommierte Wissenschaftler zu Wort. Eine Studienreise, bei der sich die Teilnehmer über praktische Terrorbekämpfungsmaßnahmen in einem konkreten Land informieren, rundet das Bild ab. Geführt durch den Lehrplan entwickeln die Teilnehmer ein Instrumentarium für den Kampf gegen den Terrorismus, auf das sie im Laufe ihres beruflichen Werdegangs immer wieder zurückgreifen können. Den Absolventen wird nicht beigebracht, was sie zu denken haben, sondern wie sie an die komplexen Probleme einer immer kleiner werdenden Welt herangehen können und welche Fragen sie als nationale Sicherheitsbeamte zu stellen haben.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 27. Oktober 2009 um 16:39 Uhr